Florida / Usa, 1993


Florida ist einfach unbeschreiblich. Dort war ich 3 Wochen lang im Sommer 1993. Das war mein bisher schönster Urlaub. Vor allem deshalb, weil die Vielfalt der Ausflüge und Attraktionen so breitgefächert ist. Damals hatten wir uns eine Villa mit Pool (wir waren ja auch 9 Personen ) gemietet sowie zwei  klimatisierten, mit Automatikgetriebe ausgestatten Autos . Herrrrrrrrlich! :-))

Florida

Mit einer Fläche von ca. 170.000 qkm ist Florida etwa halb so groß wie Deutschland. Unter den 50 amerikanischen Bundesstaaten liegt es damit auf Platz 22 was die Größe betrifft.

Mit gut 16 Mio. Einwohnern ranguert Florida bevölkerungsmäßig, nach Kalifornien, Texas und New York an 4.Stelle. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte von knapp 100 Person pro qkm ist zwar weniger als halb so groß wie in Deutschland, für amerikanische Verhältnisse aber relativ hoch.

Hauptstadt Floridas ist Tallahassee ( seit 1821 )

Florida ist der südlichste Staat der kontinentalen USA. Selbst seine Nordgrenze  liegt noch südlich der Grenze Kaliforniens mit Mexiko. In Key West, am südwestlichen Zipfel des Staates, kann man daher den Southernmost Point bewundern, den südlichsten Punkt der kontinentalen Vereinigten Staaten, der dort durch einen bunten Betonklotz markiert wird. Seit 1959 das ferne Hawaii zum amerikanischen Staat wurde, muss bei diesem Superlativ immer der Zusatz >kontinental< hinzugefügt werden, denn die Inselgruppe im Pazifik liegt noch ein Stück weiter südlich.

Leicht übersehen wird, dass der Statt Florida nicht nur aus der riesigen Halbinsel im Südosten Nordamerkias besteht. Das Staatsgebiet zieht sich von der Hauptstadt Tallahassee ganz im Norden über dem westlichen Ende der Halbinsel noch rund 350 km weiter nach Westen. Dieser 70 bis 150 km breite Streifen ist bekannt als der Florida Panhandle, der Pfannenstiel Floridas. Er grenzt im Norden überwiegend und Westen ganz an Alabama.

ORLANDO

Bevölkerung : 181 175

Orlando ist ein bekannter Urlaubsort in Florida. Mehrere große Vergnügungsparks befinden sich im Gebiet um die Stadt, darunter Walt Disney World, das Epcot Center, die Universal Studios und Sea World. Wirtschaftliche Bedeutung haben daneben auch die Herstellung elektronischer Geräte und die Konservenindustrie. Die Universität wurde 1968 gegründet. 1843 ließen sich die ersten Siedler in Orlando nieder. Die Stadt ist nach Orlando Reeves benannt, einem Soldaten, der im 2. Seminolenkrieg umkam.

Viele Besucher Floridas fliegen zunächst nach orlando. Der ausgesprochen angenehme und mit viel Grün großzügig gestaltete Airport liegt 10 mi südlich der Innenstadt von Orlando und 15 mi östlich von Disney World. Orlando gehört zu den Städten in denen man ohne Mietwagen nicht auskommt, denn viele Attraktionen lassen sich sonst nur mit Taxi oder ebenso teuren Van Services erreichen. Dabei ergeben sich rasch höhere Kosten als bei einer Automiete.

Ein Quartier in oder um Orlando zu finden, bereitet am allgemeinen keine Probleme. Denn dem Ansturm der Besucher gegenüber stehen enorme Kapazitäten. Orlando verfügt mit weit über 100.000 Hotelzimmern und ungezählten Wohnungen und Häusern zur Kurzmiete neben Las Vegas die größte Ballung an Touristenquartieren in ganz Nordamerika. Nur zum Jahreswechsel, an Winter- und Feiertagsenden sowie zu Ostern kann es eng werden. Die teuersten Unterkünfte findet man innerhalb Disney World. Erheblich preiswerter sind die Hotels rund um die Parks und in der Stadt.

Infos im Internet:

www.go2orlando.com

www.ci.orlando.fl.us

www.orlando.info.com

Sea World

Neben den Universal Parks ist Sea World die Hauptkonkurrenz oder Ergänzung zu den Disney Parks, wie man's nimmt.

Der Sea World Adventure Park begann in den 70- er Jahren mit ein paar Aquarien, Meerestieren in Pools un d den damals schon beliebten Killerwal- und Delfinvorführungen. Im Laufe der Jahre wurde Sea World zu einem ausgewachsenen Vergnügungspark weiterentwickelt. Übergeordnetes Thema ist nach wie vor der "Lebensraum Meer"

Der Sea World Komplex liegt etwa auf halbem Weg zwischen Universal und Disney World.

Sea World ist der dritte Park im Bunde der höchsten Eintrittspreise; Tagesticket für Erwachsene kostet 52 Dollar, für Kinder bis 9 Jahre 43 Dollar. Ein 2-Tage-Pass kostet 75 bzw. 62 Dollar.

Adresse:

Sea World Adventure Orlando

7007 Seaworld Drive

Orlando

32821 Florida

Internet:

www.seaworld.com

Eingang zum Seeworld in Orlando/Florida

In Sea World gibt es nur zwei, dafür beachtliche, Rides:

- die in Eigenwerbung Water Coaster gennante Journey to Atlantis ist ein wilder Trip durch das versunkene Atlantis auf Wildwasserkanälen mit einer abschliessenden steilen Abfahrt. Die Bootsinsassen nehmen dabei regelmäßig ein Duschbad :-)

- Kraken ist ein Riesen-Rollercoaster, der bei weitem schneller und wilder ist als jede andere Achterbahn in Orlando.

Unter den 8 Sea World Showas ist Shamu Adventure Show die beliebteste. Mehrere schwarzweiße Killerwale vollbringen alle möglichen, erstaunlichen Kunsstücke. Das Programm wird durch kurze Filmeinblendungen ergänzt, in denen das Publikum mehr über diese Meeresbewohner erfährt.

Die Zusammenarbeit zwischen den Walen und den Trainern ist unglaublich: die Betreuer reiten auf dem Rücken der Wale; die Wale schieben sie im Wasser bei hohen Geschwindigkeiten vor sich her und werfen sie in die Luft. Zum Abschluß jeder Show wird ein riesiges Walexemplar ins große Becken vor den Haupttribüne gelassen, der darauf trainiert ist, das kreischende Publikum nass zu spritzen. Wer trocken bleiben möchte, sieht zu, nicht in den unteren Reihen zu sitzen *g*

An speziellen Teichen lassen sich Delfine ganz aus der Nähe betrachten, sogar streicheln. Ebenfalls in einem eigenen Teich darf das Publikum selbst Seelöwen mit Fischen füttern. Und der tolle Spielplatz für die Kleinen heißt hier Shamu's Happy Harbor.

Walt Disney World

Trotz aller Konkurrenz ist und bleibt Disney World unangefochtenes Zugpferd der Orlando Vergnügungspark Palette.

Disney World beherbergt mit dem Magic Kingdom, den Epcot Center, dem Animal Kingdom und den Disney-MGM-Studios vier der beliebtesten Themenparks  im Raum Orlando. Sie liegen allesamt in der nördlichen Hälfte des weitläufigen, üppig grünen und von Seen durchsetzten Disney-Geländes.

Neben den Themenparks betreibt die Disney Corporation auf ihrem Gelände außerdem den Shopping-, Restaurant- und Dsicokomplex Downtown Disney, das Disney Institute, das Kurse und Workshops anbietet, das Sportzentrum Disney's Wide World of Sports, die Auto- und Motorradrennbahn Walt Disney World Speedway, mit der Typhoon Lagoon, dem River Country und Blizzard Beach gleich drei Plansch- und Wasserrutschenparks, sechs Golfplätze, an die zwanzig Hotelanlagen und einen vorbildlich angelegten Campingplatz.

Informationen:

PO Box 10040

Lake Buena Vista

FL 32830

Internet:

www.disneyworld.com

Das bereits 1971 eröffnete MAGIS KINGDOM ist der Klassiker unter den Themenparks. An "guten Tagen", die man aber lieber meidet, kommen über 50.000 Besucher hierher. Das Tagesmaximum steht bei 92.000 Besuchern. Der Park besteht aus sieben, ineinander übergehenden Bereichen:

- Main Street & Disney World Railroad

- Tomorrowland

- Toontown

- Fantasyland

- Liberty Square

- Frontierland

- Adventureland

Außer Fahrten und laufend wiederholten Shows gehören im Magic Kingdom auch Umzüge, Tänze, Auftritte von Mickey und seinen Freunden und das beachtliche allabendliche Feuerwerk Fantasy in the Sky zum täglichen Programm.

Epcot Center

Die Bezeichnung dieses Themenparks bedeutet übersetzt: experimenteller Prototyp eines Gemeinwesens der Zukunft. So zumindest war Epcot geplant. Aber Walt Disneys Konzept, hier eine meschen- und umweltfreundliche Stadt zu errichten wurde nicht umgesetzt. Es entstand stattdessen ein weiterer Vergnügungspark, der eher unkritisch Fortschrittsglauben propagiert. Doch immerhin hat Epcotcenter einen bildenden Anspruch. Unter der Bezeichnung Future World geht es im vorderen Teil des Parks um Technologie und Fortschritt. Dahinter erstreckt sich rund um einen See World Showcase, wo verschiedene Länder und Kulturen vorgestellt werden.

Disney MGM-Studios

Der dritte, in Zusammenarbeit mit Metro-Goldwyn-Meyer betriebene Themenpark ist der Welt des Films gewidmet und war 1989 eine Kampfansage an den Konkurrenten Universal, der seit langem in Los Angeles die Vermarktung des Thema Film betreibt und 1991 nur wenige Meilen nördlich von Disney World die Florida-Variante der Universal-Studios eröffnete. Beide sind eine Kombination aus Vergnügungsparks und echten Filmstudios.

Die MGM-Studios umfassen sechs Bereiche:

- Hollywood Boulevard

- Sunset Boulevard

- Animation Courtyard

- Sound Stages

- New York Street

- Lakeside Circle

So sah eines von den beiden Wohnzimmern aus...

und so das zweite Wohnzimmer...

Das war unsere Villa, die dazugehörende Garage und unsere beiden Mietautos ( mit Automatikgetriebe natürlich *g* ) Auf dem Foto oben bin ich (re.), meine Mutter und mein Schwager zu sehen.

Das Kennedy Space Center

Das Gelände des John F.Kennedy Space Center befindet sich auf Merritt Island zwischen Festland und dem geografischen Cape Canaveral, unterhalb dessen der gleichnamige Ort und Hafen liegt. Von dort aber ebenso von Westen führt der NASA Causeway quer über die Insel zum Raumfahrtzentrum, von dem aus 1969 die ersten Menschen zum Mond aufbrachen. Eis ist für alle Florida-Reisenden ein echtes Muß und durchaus auch für Leute interessant, die sich sonst nicht so sehr für Technik und Naturwissenschaft begeistern können.

Höhepunkt dürfte für viele die Rundfahrt über einen Teil des eigentlichen NASA-Geländes sein, die im Eintritt eingeschlossen ist- Diese führt zunächst zum Launch Status Center in der Nähe der Raketenabschussrampen, wo beim Start der Countdown läuft und zum Apollo/Saturn V Center, wo die Geschichte des Apollo-Programms und der russisch-amerikanische Wettlauf zum Mond im Mittelpunkt stehen. Dritte Station ist das Space Station Center, in dem es um den Bau der intzernationalen Raumstation geht.

Infos im Internet:

www.shuttle.nasa.gov

www.kennedyspacecenter.com

MIAMI

An Miami führt in Florida kein Weg vorbei. Als größte Stadt des Staates dominiert es seine Wirtschaft, sein Kulturleben und sein Image. Das moderne Zentrum, bunte Einwandererviertel, ausgedehnte Villenvororte der Wohlhabenden bis Superreichen und das insular vorgelagerte Miami Beach machen es zu einem besonders interessanten und abwechslungsreichen Reiseziel.

Ein großteil der Bevölkerung lebt heute vom Tourismus, dem mit Abstand wichtigsten Wirtschaftszweig nicht nur Floridas, sondern auch des Großraums Miami. Jedes Jahr kommen über 10 Mio. Besucher nach Miami. Vielen gefällt es dort offenbar so gut, dass sie gleich für immer bleiben. Miami ist daher einer der am schnellsten wachsenden und buntesten Metropolen der USA. Der Mix der Bevölkerung ist noch farbenfroher als anderswo und trägt eine dutlich karibische Note. Fast jeder zweite Einwohner ist kein gebürtiger Amerikaner. Unter den zugezogenen Gruppen bilden die Kubaner die größte, an zweiter Stelle folgen Kanadier, an dritter Haitianer, an vierter Deutsche, dicht gefolgt von Jamaikanern.

Die Orientierung in Miami fällt relativ leicht. Die Hauptverkehrsachsen sind als Autobahnen ausgebaut und gut ausgeschildert. Das zentrale Straßensystem ist schachbrettartig angelegt.

Der Miami International Airport, einer der größten Flughäfen der USA, liegt ca. 12 mi nordwestlich von Downtown, zwischen Airport und Dolphin Expressway.

Das Geschäftszentrum von Miami ist kaum zu übersehen, denn dort ragen reihenweise moderne und postmoderne Wolkenkratzer in den Himmel. Sie bilden vie vom TV bekannte Skyline der Stadt und wirken besonders nachts eindrucksvoll, wenn sie neonfarben erleuchtet sind. Dieser nur tagsüber stark belebte Bereich ist zwar als solcher insgesamt nicht übermäßig attraktiv, aber Geschäfte, Museen und das Umfeld machen Downtown besuchenswert. Nach Geschäftsschluss ist im zentralen Miami nicht viel los, da sich das Nachtleben anderswo, speziell in Miami Beach abspielt.

Man kann Downtown Miami ohne weiteres zu Fuß erkunden. Bequemmer ist indessen die Benutzung des s.g. Metromover, einer Hochbahn mit vielen Stopps, die das gesamte Zentrum umrundet.

Everglades National Park

Von Miami erreicht man den Everglades National Park über die #1, die mitten durch Miami bis Key West läuft, oder die schnellere, jedoch gebührenpflichtige Autobahn. Der Park hat die Größe von 5.600 qkm und bedeckt den gesamten Südzipfel Floridas. Er ist der zweitgrößte Nationalpark Floridas. Das Süßwasser aus dem Landesinneren trifft in den Everglades auf Salzwasser des Golf von Mexiko, das von der West- und Südküste aus in die flachen Sumpfgebiete eindringt. Die dadurch entstehende seltene Mischung von Süßwasser und Salzwasser ist einer der Gründe für die ungewöhnliche Vielfalt von Flora und Fauna der Everglades. Sein Ökosystem ist das einzige weltweit, wo Alligatoren ( Süßwasser ) und Krokodile ( Salzwasser ) gleichzeitig leben. 600 verschiedene Fischarten sind dort ebenfalls zu Hause wie über 300 Vogelarten. Auch die Pflanzenwelt lässt an Vielfalt nicht zu wünschen übrig: Palmen, Mangroven und Zypressen wachsen neben Kiefern, Eichen, wildem Kaffee, Farn und allen nur erdenklichen Grasarten.

Bereits 1909 wurde ein Kanal für den Lake Okeechobee gebaut, der Trinkwasser für Miami transportierte und gleichzeitig dessen Wasserstand verminderte. 1930 deichte man den See zusätzlich ein und beendete damit endgültig die periodischen Überflutungen seiner Umgebung. Diese Maßnahmen machten den Siedlern das Leben zwar leichter, doch sie trugen ebenfalls zur Zerstörung des sensiblen Ökosystems der Sümpfe bei. Schon früh begannen daher einige Umweltorganisationen, für die Erhaltung der Sümpfe zu kämpfen. Ihr Engagement war letztlich vom Erfolg gekrönt: das südliche Kerngebiet der Everglades wurde zunächst zum Naturschutzgebiet und 1947 zum Nationalpark erklärt. Später kamen noch die nördlich angrenzenden Sümpfe der Big Cypress Reserve hinzu als Übergangszone zwischen natugeschützten und Gebieten wirtschaftlicher Nutzung.

Infos im Internet:

www.nps.gov

www.everglades.national-park.com