Marathon und Athen / Griechenland, 1996

Unseren Sommerurlaub 1996 verbrachten wir in Griechenland. Unser Hotel befand sich in einem kleinen aber weltberühmten Ort namens Marathon ( Marathonlauf ) Das Hotel war sehr schön, aber leider sehr abseits gelegen. So, dass wir täglich kilometerlange Strecken hinlegen mußten um uns z.B. mit Getränken zu versorgen. Die Getränke im Hotel waren uns erstens zu teuer und zweitens konnte man dort nur ein Glas davon und keine Flaschen erstehen. Irgendwann später stiegen wir auf die öffentlichen Verkehrsmittel sprich den Bus um. Dies war sehr spannende Angelegenheit, da wir dort immer Einheimische kennenlernten.

Was mich besonders begeisterte war natürlich die Hauptstadt-Athen. Trotz der verpesteten Luft und einem grauen Schleier über der Stadt ( Abgase ) ist sie für mich unbeschreiblich schön. Wir waren dort mit einem Mietwagen. Ehrlich gesagt, hätte ich mich selber nie getraut dort ein Auto zu fahren, aber mein Mann tat das mit Vergnügen. Die Griechen fahren so als ob sie nie etwas von roten Ampeln und Gesetzen gehört hätten. Sie drängeln, huppen und nochmals drängeln und huppen. Eine zweispurige Bahn kann plötzlich Platz für 4 Reihen ( oder mehr ) Autos Platz bieten. Die Fahrt durch Athen ist nichts für Leute mit schwachem Herz* g * Dabei muß ich hier unbedingt sagen, dass das Fahrverhalten der Ägypter ( in Kairo ) 1000 mal schrecklicher ist.

Was man in Athen unbedingt sehen muß ist natürlich Akropolis. Wenn man vor diesem Bauwerk steht, kommt man sich wirklich unwichtig vor. Das ganze hat riesige Ausmaßen und treibt einen unverweigerlich dazu, die Geschichte Griechenlands mitzuerleben. In der Stadt Athen findet man an jeder Ecke wichtige Bauwerke. Sie stehen manchmal mitten auf der Straße. Leider geht es den Bauwerken zunehmend immer schlechter. Durch die verpestete Luft verroten sie langsam... Man sieht wie sehr sie durch die Umweltbelastung angegriffen sind. Es wäre wirklich jammerschade, wenn sie irgendwann Mal nicht mehr zu sehen sein würden.


vorm Akropolis

AKROPOLIS

Die Akropolis von Athen ist nicht nur das Wahrzeichen der Stadt, sie ist Sinnbild einer Kultur wie kein zweites Bauwerk auf der Welt. Die Akropolis ohne Rummel kann man wohl nur im Winter erleben. Im Sommer ist die beste Zeit der Nachmittag, wenn die Reisebusse wieder abgefahren sind. Nur in diesen Stunden erfährt man noch etwas vom Zauber dieses Ortes mit seinen für die Ewigkeit errichteten Tempeln. Der eilige Besucher kann die Besichtigung in zwei Stunden bewältigen. Wer sich aber mehr als nur einen oberflächlichen Überblick verschaffen will, auch im Museum, sollte einen ganzen Tag einplanen.


Blick vom Akropolis

Seit ihrer Entstehung vor über 2500 Jahren waren die Bauten der Akropolis Erdbeben, Kriegen und Explosionen ausgesetzt. Aber erst im 20 Jahrhundert richteten Umwelteinflüsse wie Smog, Auto- und Industrieabgase in nur wenigen Jahrzehnten ein derart fatales Zerstörungswerk an, dass sie an den Rand des Untergangs geriet. Saurer Regen zerfraß die Skulpturen und Friese, die jetzt im Museum ein geschütztes Leben fristen, und ließ den Marmor der Säulen bröseln.

Die weltberühmten Baudenkmäler wären unweigerlich der totalen Auflösung anheimgefallen, hätte nicht 1977 die längst überfällige Rettungsaktion begonnen. Inzwischen ist die Generalsanierung, die der Athener Bauhistoriker und Architekt Manolis Korrés leitet, in ihr letztes Stadium getreten. Am längsten ziehen sich die arbeiten am Parthenon hin, der unter Perikles in der Rekordzeit von nur 9 Jahren fertiggestellt wurde. Die Restaurierung der Ruine dauert bereits einige Jahre länger. Sie ist u.a. so schwierig, weil die Mauern und Marmorblöcke Stück für Stück auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt werden müssen, um die rostenden Eisenteile zu erneuern, die bei der ersten Wiederherstellung um 1900 anstelle der verlorengegangenen antiken Bronzeklammern benutzt wurden. Man ersetzt das Eisen jetzt durch das nicht oxydierende Titan.

Akropolis-Museum

Das ist in eine Hügelmulde an der Südostecke hineingebaute Museum beherbergt fast alle auf der Akropolis gemachten funde. Zu den größten Meisterwerken gehören neben den Parthenonskulpturen und den Balustradenreliefs vom Niketempel der Kalbträger ( Moschophoros; um 570 v. Chr. ), die archaischen Koren, der Kritiosknabe ( um 485 v. Chr. ) sowie das Relief mit einer sehr verinnerlicht wirkenden "Trauenden Athene" und der wunderschöne melancholische "blone Kopf", beide typische Beispiele des "strengen Stils" ( um 480 v. Chr. )

ATHEN

Athen- das ist ein magischer Name, der große Erwartungen weckt, die die moderne Hauptstadt oft nicht einlösen kann. Nicht nur die weltbekannten Symbole der abendländischen Kunst, Kultur und Demokratie prägen ihr Gesicht, sie steht auch für Chaos, Lärm, Steinwüste und Smog. Doch allen Schmähungen zum Trotz ist die berühmteste Stadt der Alten Welt großartig und voller Schönheit.


In der Altstadt von Athen


Wachablösung in Athen

Athen ist die Hauptstadt Griechenlands seit 1834. Sitz der Regierung und des Parlaments sowie Sitz der Verwaltung des Nomos Attika, einem von 54 Verwaltungsbezirken, in die ganz Griechenland unterteilt ist. Groß-Athen besteht aus 37 Städten und 88 Gemeinden.

Einwohner:

 

Rund 4 Mio. Menschen im Großraum Athen-Piräus, das heißt gut 40 % der Gesamtbevölkerung ( 10.3 Mio )

 

Lage:

23°40' östliche Länge,

37°57' nördliche Breite.

Fläche:

428 qkm

Bevölkerungsdichte:

ca. 8 000 Menschen pro qkm

Höchste Erhebungen:

Lykabettos: 277 m

Akropolishügel: 156 m


Das war unsere Hotelanlage in Marathon.