Luxemburg, 1995

Das war mal wieder eine von den Reisen, wo wir ohne Kinder unterwegs waren. Wir hatten einfach mal ein freies Wochenende und beschlossen die Benelux-Länder zu bereisen. Mit Auto ist es wirklich keine anstrengende Reise :-) Zu allererst sind wir nach Holland / Maastricht. Da es Herbst war, war das Wetter nicht sonderlich warm, aber Hauptsache, es regnete nicht. So konnten wr die Stadt zu Fuß erkunden...

Als nächstes kam dann der Ausflug nach Belgien, in die Stadt Liege, wo wir dann auch letztendlich übernachten mußten. Wobei es gar nicht so einfach war, ein freies Hotelzimmer zu bekommen...

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Luxemburg, die Stadt der Banken. Was mir sofort ins Auge stich, war die Art der Bekleidung der Luxemburger. Sehr pikfein laufen da die Leute rum. Alle ( also Männer, Frauen und auch Kinder ) trugen dort lange Loden-Mäntel und einen Regenschirm hatte auch jeder dabei. Die Leute haben wirklich sehr vornehm ausgesehen, vor allem die Kinder.

Wegen seines hohen Preisniveaus ist Luxemburg kein Ziel für Schnäppchentouristen. Qualität hat eben seinen Preis, meinen die Luxemburger selbstbewußt. Dennoch gibt es einige profane Dinge, die billiger sind als im benachbraten Ausland, vor allem Benzin und Zigaretten.

LUXEMBURG ( Staat )

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Luxemburg, die Hauptstadt des kleines Staates

Luxemburg, amtlicher Name Großherzogtum Luxemburg (Grand-Duché de Luxembourg), Staat in Westeuropa. Er grenzt im Norden und Westen an Belgien, im Osten an Deutschland und im Süden an Frankreich. Zusammen mit Belgien und den Niederlanden bildet Luxemburg die Beneluxstaaten. Das Land hat eine Fläche von 2 586 Quadratkilometern

 

Bevölkerung

Luxemburg hat 442 972 Einwohner (2001) und eine Bevölkerungsdichte von 171 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die mittlere Lebenserwartung liegt bei 74 Jahren für Männer und 80,8 Jahren für Frauen (2001). Das Bevölkerungswachstum in Luxemburg zählt mit 1,3 Prozent jährlich zu den niedrigsten in Europa. Daraus ergab sich ein Arbeitskräftemangel, der durch den Zuzug von Ausländern ausgeglichen werden konnte; heute stammt fast ein Drittel der Wohnbevölkerung aus dem Ausland, überwiegend aus den südeuropäischen Staaten Italien, Spanien und Portugal. Daneben gibt es viele Pendler aus Deutschland, Belgien und Frankreich; der Anteil der ausländischen Arbeitskräfte liegt bei etwa 50 Prozent.

Die geographische Lage inmitten Europas führte dazu, dass Luxemburg von zahlreichen historischen Ereignissen betroffen wurde. Die Luxemburger haben keltische, belgische, romanische und fränkische Wurzeln. Aus diesem reichen kulturellen Erbe haben sie ein ganz besonderes Nationalbewusstsein entwickelt.

Wichtige Städte

Der Urbanisierungsgrad ist in Luxemburg sehr hoch; etwa 91 Prozent der Bewohner des Landes leben in Städten (1999). Größte Stadt und Hauptstadt ist Luxemburg (auch Lëtzebuerg oder Lützelburg) mit etwa 79 500 Einwohnern; andere wichtige Städte, alle in der Hüttengegend im Südwesten gelegen, sind Esch an der Alzette (24 600), Differdange (16 800), Dudelange (16 400) und Sanem (11 500).

LUXEMBURG-STADT

Luxemburg (Stadt), (amtlich französisch: Luxembourg), Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg, am Zusammenfluss von Alzette und Pétrusse. Die Stadt ist Kultur-, Verwaltungs- und Wirtschaftzentrum des Landes. Als Sitz des Europäischen Gerichtshofes, des Europäischen Rechnungshofes, der Europäischen Investitionsbank und des Sekretariats des Europäischen Parlaments ist sie von großer internationaler Bedeutung. Daneben befinden sich hier zahlreiche diplomatische Vertretungen, der Amtssitz des Großherzogs und der Sitz der Regierung. Den Ruf als Kultur- und Bildungsstadt begründen das Universitätszentrum (1969), das Konservatorium (1906), die Nationalbibliothek sowie zahlreiche Museen, die Oper und das Theater. Luxemburg verfügt über einen eigenen Rundfunk- und Fernsehsender. Die Industrie umfasst die Produktion von Eisen, Stahl, Textilien, Bekleidung, Maschinen, chemischen Produkten und Lebensmitteln.

schicke Geschäfte und Einkaufsgalerien: die Shoppingmeile Grand-rue in Luxemburg-Stadt

Die mittelalterliche Altstadt liegt auf einem steilen, von Alzette und Pétrusse umflossenen Fels. Sie ist umgeben von schnellwachsenden Wohn- und Industrievierteln. Historische Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die spätgotische Kathedrale Notre-Dame aus dem 17. Jahrhundert, das 1572 errichtete großherzogliche Palais und das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert (im 19. Jahrhundert umgebaut).

Luxemburg - Land der Burgen: ein Prachtexemplar ist die mittelalterliche Viandener Hofburg

Luxemburg entstand an der Stelle eines keltischen Oppidums und einer römischen Siedlung. Im 10. Jahrhundert entwickelte sich um die Lützelburg, dem Stammsitz der Grafen von Luxemburg, eine Siedlung, die zur Festungsstadt ausgebaut wurde. Unter der Herrschaft der Spanier, Österreicher und Franzosen wurden die Befestigungsanlagen weiter verstärkt. 1815 kam Luxemburg unter preußische Besatzung. Zwischen 1867 und 1883 wurde die Festungsanlage größtenteils geschleift. Im 1. und 2. Weltkrieg besetzten deutsche Truppen die Stadt. Die Einwohnerzahl beträgt 79 500 (1998).

Die mittelalterliche Altstadt Luxemburgs wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Außerdem ist die Hauptstadt des Großherzogtums Luxemburg Sitz mehrerer EU-Institutionen, wie z. B. des Gerichtshofes und der Investitionsbank.

Sehenswert ist die Corniche und die Altstadt. Die Corniche ist ein Weg direkt am Rande des Felsens, auf dem die Altstadt Luxemburgs thront, wird auch " der schönste Balkon Europas" genannt. Von ihr hat man einen wirklich beeindruckenden Blick auf die Felsen und die Reste der alten Festung: auf den Bockfelsen mit seinen unterirdischen Kasematten und auf das massige Rhamplateau gegenüber. Und darunter ducken sich im Tal der Alzette die alten Handwerkhäuser rings um die ehemalige Abtei Neumünster im Stadtteil Grund. Man blickt auf kleine Brücken und verwinkelte Terrassengärten, und von Ferne grüßt die Silhoutte des Europazentrums auf dem Kirchberg.

Gelle Fraa- die vergoldete Frauenfigur ziert weithin sichtbar die Spitze des 1923 errichteten Monument du Souvenir auf der Place de la Constitution. Sie erinnert an die Opfer zweier Weltkriege und ist symbolisches Zeichen für den Luxemburger Freiheits- und Unabhängigkeitswillen. 1940 wurde das Denkmal von den  Nazis zerstört. Die Luxemburger brachten die Überreste der Gelle Fraa in Sicherheit. Aber erst 1984 wurde der Obelisk samt Statue restauriert und wieder aufgebaut und ist seither so etwas wie die inoffizielle Luxemburger Freiheitsstatue.

Die Gelle Fra in Luxemburg-Stadt erinnert an das Leid der Luxemburger in zwei Weltkriegen