Menorca, 2003

 



Unser Flugzeug ( Hinflug ) Ich bin übrigens nicht auf diesem Foto. Also braucht ihr mich nicht zu suchen *g*


der Blick aus dem Fenster

Menorca gehört zur Inselgruppe der Balearen, die der Südküste des spanischen Festlandes im westlichen Mittelmeer vorgelaggert sind. Die Insel mit der Hauptstadt Mahon ( Maó) liegt nordöstlich von Mallorca, durch einen zwischen dem Cap Capdepera ( Mallorca ) und dem Cap d'Artrutx ( Menorca ) bis auf 38 km verengten Meeresarm getrennt. Die Entfernung von Menorca nach Barcelona beträgt 240 km. Um Menorca herum scharen sich 30 kleinere, teilweise winzige, aber allesamt unbewohnte Inseln, deren größte die Illa d'en Colom vor der Ostküste und die Illa de l'Aire vor dem südostlichen Cap del Bisbe sind.

Mit einer Fläche von 716 qm ist die bohnenförmige Insel Menorca gerade ein Fünftel so groß wie ihre Nachbarin Mallorca und damit die zweitgrößte Baleareninsel. Insgesamt bringt es Menorca auf eine Küstenlänge von rund 285 km.

Bevölkerung

Menorca ist die am wenigsten besiedelte Insel des Archipels, hier leben nur knapp 10% der Bevölkerung der Balearen. Rund 60% der insgesamt 69 000 Inselbwohner ( 101 Einwohner pro 1 qm ) konzentrieren sich in den Siedlungsschwerpunkten Mahon ( Maó ) und Ciutadella mit jeweils ca. 22 000 Einwohnern; die übrigen 40% leben über die Insel verstreut in ländlichen Gemeinden oder Einzelgehöften. Der Inselsüden ist dichter besiedelt als der relativ bevölkerungsarme Norden.

Wirtschaft und Verkehr

Zwar gibt es reichlich Niederschläge, da diese aber vom porösen Lavaboden nicht gespeichert werden können, ist Ackerbau auf Menorca kaum möglich. So herrscht auf der Insel der Trockenfeldbau vor, der sich auf den westlichen und nördlichen Teil der Insel konzentriert. Insbesondere Süßklee ( enclova ) als Viehfutter für die knapp 24 000 Rinder ist auf den Feldern zu sehen, darüber hinau werden Getreide- und Gemüsesorten wie Auberginen, Kartoffeln, Paprika, Honig- und Wassermelonen, Tomaten, Zwiebeln, Artischocken, Erbsen, Bohnen und Kürbisse geerntet.

Baumkulturen sind wegen des immerwährenden Windes fast nicht möglich; nur Feigen, Pfirsiche und Johannisbrot gedeihen an einigen geschützten Plätzen wie in manchen Schluchten im Süden.

Der einst wichtige Fischfang spielt, da die menorquinischen Gewässer stark abgefischt sind, kaum noch eine Rolle. Nur noch knapp 150 Boote fahren von Maó, Ciutadella und Fornells täglich aufs Meer hinaus, um die einheimischen Märkte zu versorgen. Berühmt sind die in den Gewässern um Menorca gefangenen Langusten bzw. was man aus ihnen macht: die Langustensuppe namens Calderata de Llagosta.

Auf Menorca ist vor allem die Lederindustrie ( Schuhe, Taschen, Jacken ), Modeschmuckherstellung sowie Tourismus wirtschaftlich sehr wichtig.

Mahon ( Maó ) - die Hauptstadt Menorcas

Wer zum ersten Mal aus dem Straßengewirr Maós tritt und auf den Hafen hinunterblickt, erkennt, dass städtebauliche Geschlossenheit nicht alles ist, was eine Stadt auszeichnet. Damit soll nicht gesagt sein, dass Maó häßlich sei, im Gegenteil: in keiner anderen Stadt der Insel tritt das englische Erbe- Glasveranden, Schiebefenster, Messingbeschläge an den grün lackierten Türen und gar eine Gin-Destille - so sehr zutage wie hier und geht eine gelungene Verbindung mit dem spanischen Element ein, was sich am stärksten in der Altstadt über die Südmole des Hafens zeigt. Dazu kommt die einmalige Lage an der 6 km langen und bis zu 1 km breiten Hafenbucht, die den nach Pearl Harbor auf Hawaii zweitgrößten Naturhafen der Welt bildet. An ihrem Ende thront auf der bis zu 30 m aufsteigenden Steilküste die weiß schimmernde Stadt - ein herrlicher Anblick, wenn man sich vom Meer her Maó nähert. Das tun regelmäßig Fähren aus Barcelona, Valencia und Palma de Mallorca sowie Kreuzfahrtschiffe, für die Maó obligatorischer Halt auf ihren Mittelmeer-Touren ist. Maó ist zudem der einzige Hafen Menorcas, den große Frachtschiffe anlaufen können. So ist der Hafen - zusammen mit dem Flughafen 6 km westlich außerhalb - also die Lebensader der Stadt und der Insel; er verleiht Maó ein kosmopolitisches Flair und hat es letztlich zum geistigen, wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt Menorcas gemacht.


Santa Maria, die Hauptkirche von Maó

Santa Maria, die Hauptkirche von Maó, besitzt gleich zwei repräsentative Fassaden: eine schaut zum Carrer Hannover und wird vom erst 1859 errichteten Turm bekrönt, die eigentliche Hauptfassade mit dem Eingang erstreckt sich an der Westseite zur Placa de la Constitucio. Die Ursprünge der Kirche gehen auf die Anordnung Alfons III. Ende des 13 Jh.s zurück, an wichtigen Orten der Insel Kapellen zu bauen. Die in Maó errichtete wurde 1535 beim Überfall Brabarossas schwer beschädigt und nur notdürftig restauriert, so dass sie 1736 einstürzte. Die heutige Santa Maria entstand zwischen 1748 und 1788 als Stilmix aus gotischen, barocken und klassizistischen Elementen als einschiffige Hallenkirche mit sechs Kreuzrippengewölben, deren Schlusssteine in 15 m Höhe Wappen Maóneser Bruderschaften zieren.


in den Gassen von Maó

Ciutadella

Oft ist auf Menorca die Rede von der Rivalität zwischen Ciutadella und Maó. Die gegenseitig herzliche Abneigung soll im 19 Jh. - zumindest laut Erzherzog Ludvig Salvator, Verfasser der siebenbändigen Monografie " Die Balearen in Wort und Bild geschildert " ( 1869 - 1891 ) - sogar so weit gegangen sein, dass die Einwohner von Ciutadella Maó nur für die dringlichste Geschäfte aufsuchten oder um dort die Fähre auf das Festland zu erwischen. Wie auch immer - als gestandener Bürger des Stadtchens ( das bedeutet Ciutadella nämlich ) braucht man wirklich einen dringenden Grund, in die Hauptstadt zu fahren, denn Ciutadella ist, was die Geschlossenheit des Stadtbilds und die Geschichtsträchtigkeit anbelangt, ganz einfach die Schönere der beiden Städte. Das liegt am spanischen Gepräge der Altstadt mit den typischen engen Gassen, die sich zwischen aufwändigen Stadtpalästen des menorquinischen Adels, repräsentativen Bürgerhäusern, wuseligen Plätzen und geschäftigen Arkadengängen hindurchwinden.

Es liegt auch am Hafen, der zwar wesentlich kleiner als der von Maó ist, wo aber eine ganze Menge von Restaurants und Bars dafür sorgt, dass er in lauen Sommernächten vor Umtriebigkeit fast aus allen Nähten platzt. Dir vorherrschende Farbe in Ciutadellas Altstadt ist das Braun des Maréssteins, aus dem nicht nur nahezu alle Häuser, sondern auch die über ihnen aufsteigende Kathedrale erbaut wurde.


die Kathedrale von Ciutadella


der Hafen von Ciutadella


das Rathaus


der Obelisk

Cala'n Bosc

Die weitläufige Feriensiedlung Cala en Bosc steht bei Pauschalurlaubern vor allem wegen des nahen, 300 m langen Strandes und des lückenlosen Freizeitangebots in bestem Ruf. Von Surf- und Segelschulen über Bootsverleih bis zu Diskotheken ist alles vorhanden. Jachthafen und Palmenpromenade sowie Großhotels und Restaurants kompletieren das Ensemble. Hier waren auch wir untergebracht, in einem wunderschönen, vier Sterne Aparthotel.


der Pool und dahinter die Appartements


das Wohn- und Schlafzimmer

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der Hafen von Cala en Bosc