Carvoeiro / Portugal, Mai 1995


Ich mit meiner großen Tochter ( damals 3 J. ) an den Klippen von Praia de Marinha

Nirgendwo bisher habe ich so schöne Sandbuchten und Felsformationen wie in Portugal gesehen. Dort verbrachte ich zwei Wochen. Besonders empfehlenswert ist der Strand in Playa de Marinha.


Foto: SLIDE & SPLASH Wasserpark

CARVOEIRO

Im Sommer ist Carvoeiro ein lebhafter Ferienort. Er gilt neben Albufeira als besonders gelungener Ferienort. Lange war es nur ein Dorf, in dem Fischer wohnten und Köhler ihre Holzkohle brannten. Betuchte Familien aus Lagos und Lissabon hatten hier ihre Ferienhäuser, sogar ein Spielkasino gab es damals. Doch die Exklusivität ist dahin- der Fischerort ist voll in touristischer Hand. Vom malerischen Dorf blieben der grandiose Ausblick aufs Meer, die ansteigenden Häuserzeilen, der Dorfhafen, eine kleine, intime Bucht und einige sehr schöne Strände.

Die sich in seinen Straßen, Cafes, Bars und Andenkenläden drängenden Touristen schätzen diese geschützten Sandstrände. Der Ort hat seinen eigenen, hufeisenförmigen Strand, doch gibt es auch viele einsame Buchten. Zu erreichen sind sie mit dem Boot oder über staubige Wege. Im Winter ist Carvoeiro jedoch ein gänzlich anderer Platz: sehr ruhig, mit bis ins Frühjahr geschlossenen Geschäften ssoweit sie mit dem Tourismus ihr Geld verdienen. Die Festung und das Kloster liegen in Trümmern und vom alten Dorf blieb wenig erhalten. Auch wenn die Hütten der Fischer verdeckt werden von einer Unzahl von Ferienhäusern und neuen Wohnblocks, deren Zahl jährlich zu wachsen scheint, bewahrten sie dennoch ihren eigenen Reiz. Nur vom Boot aus sichtbar sind an der schroffen Felsenküste östlich von Carvoeiro 18 interessante Strandhöhlen. Die Bootsfahrt dorthin auf dem fast immer ruhigen Meer lohnt sich in jedem Falle. Bei Algar Seco liegt ddirekt am Küsstenvorsprung Kap Carvoeiro, die größte dieser Höhlen. Sie gab im übrigen den Namen für einen trockenen weißen Aperitif, der von der Winzergenossenschaft im nahen Lagos kommt.

Das Wohnzimmer unseres Appartements. Den offenen Kamin haben wir sogar benutzt. Ganz schön gemütlich so ein Ding... *g*

FARO

Die Industrie- und Hafenstadt FARO ist Hauptstadt und Verwaltungssitz der Algarve. Die meisten Urlauber lernen von Faro nur den Flughafen kennen, der zur Drehscheibe für den Tourismus der Algarve geworden ist. Faro wurde bereits in maurischer Zeit gegründet, doch das große Erdbeben von 1755 zerstörte die meisten Gebäude der alten Stadt. Wahrzeichen von Faro ist das PORTA DA VILA, eines der noch erhaltenen drei Stadttore. In einer Nische über dem Tor steht eine ais italienischem Marmor geschaffene Statue des heiligen Thomas von Aquin, des Schutzpatrons der Stadt. Innerhalb der Stadtmauer liegt die Se ( Hauptkirche ), ein ehedem gotisches Bauwerk, das nach der Zerstörung durch das Erdbeben in verschiedenen Epochen neu erbaut und umgestaltet wurde. Von der alten Kirche sind nur noch der Porticoturm und zwei Kreuzkapellen erhalten geblieben. Das Kircheninnere ist weitgehen im Renaissancestil gehalten, ein e der Kapellen ist noch mit dem alten Azulejoschmuck ausgekleidet. Bemerkenswert sind noch die Orgel sowie der Kirchenschatz in der Sakrristei.

Praia da Rocha

Was seit bald hundert Jahren Ausländer wie auch die Portugiesen selbst anzieht, hier Ferien zu machen, ist der Strand. Zwar wächst auch er immer mehr mit Apartmenthäusern und Hotels zu, aber seine Weite und Einmaligkeit können nicht zerstört werden. Aus honiggelbem Sandstein formte das Meer Figuren, Arkaden, Säulen.


Strand von Praia da Rocha