Stockholm / Schweden, Juli 2000

 

In Schweden / Stockholm war ich im Juli 2000. Wie schon ein Jahr davor die Reise nach Venedig, habe ich auch dieses Reise von meinem Mann zum Geburtstag geschenkt bekommen. In Stockholm wohnten wir im bekannten SHERATON Hotel, welches sich mitten im Zentrum der Stadt befindet. An Stockholm erinnere ich mich besonders gerne, weil man diese Stadt mit keiner anderen vergleichen kann. Sie liegt auf vielen kleinen Inseln, die mit unzähligen Brücken verbunden ist. Man nennt Stockholm auch deswegen: Venedig des Nordens.


Das war unsere Bleibe in Stockholm, das Hotel SHERATON

Auf 14 Inseln am Übergang zwischen Mälarsee und Ostsee erbaut, mit einer außergewöhlich gut erhaltenen Bausubstanz vor allem aus dem 18. und 19. Jh und vielen Parks, präsentiert sich die Stadt weniger menschenfeindlich als andere vergleichbarer Größe. Im Gebiet des Großraumes Stockholm mit allen Vorstädten leben ca. 1,5 Mio. Menschen, in der Innenstadt ca. 680 000. 30% der Fläche von insgesamt 4 900 km besteht aus Wasser, weitere 30% sind Parks und Grünflächen. Seit 1995 kann sich Stockholm zudem rühmen, den ersten städtischen Nationalpark der Welt zu haben: 56 km Grünfläche im Nordosten der Innenstadt wurden unter Naturschutz gestellt. Die kleine Insel Helgeandsholmen, auf der sich heute der Reichstag befindet, ist das älteste besiedelte Areal der Stadt, die 1252 von Birger Jarl gegründet und befestigt wurde.

Dominierendes Bauwerk von Stockholm ist das Königliche Schloß( Kungliga slottet ), mit mehr als 600 Zimmern das größte der Welt. Die Königsfamilie ist aber schon vor Jahren wegen der besseren Luft nach Drrottningholm umgezogen, das Schloß dient heute nur noch als Arbeits- und Empfangsgebäude.

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Das königliche Schloß in Stockholm

 

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Die Rückseite des Schlosses

 

die Altstadt ( Gamla Stan ) mit ihren romantischen Straßen ist einer der Hauptanziehungspunkte Stockholms

SKANSEN

Als erstes Freilichtmuseum der Welt öffnete Skansen 1891 seine Tore, um einer industrialisierten Gesellschaft zu zeigen, wie ihre Vorfahren gelebt hatten. Über 150 Häuser und Bauernhöfe aus ganz Schweden vergegenwärtigen das bäuerliche Leben. Das Stadtviertel zeigt städtische Holzhäuser und Handwerksbetriebe, so eine Glasbläserei und eine Druckerei. Typisch nordische Tiere wie Bären, Wölfe und Elche werden in großen Freigehegen gehalten, exotischere Lebewesen im Aquarium. Im Skansen finden auch viele Veranstaltungen statt.


Skansen

 


Skansen

Man kann im Skansen z.B. die Hornborga-Hütte bewundern. Eine Holzhütte aus Westschweden mit Stroh- und Lehmdach in der ärmere Leute im 19. Jh lebten. Die mit Schindeln gedeckte Seglora-Kirche wurde 1729/30 in Westschweden erbaut und hat ein interessantes Inneres mit einer Kanzel, die noch älter ist als die Kirche. Hier kann man sich trauen lassen :-)

Wer auf seiner Fahrt durch Schweden keinen Elch gesehen hat, wird hier sicherlich Glück haben, denn zum Zooinventar mit einheimischen Tierarten gehört natürlich auch dieses scheue Tier.

Stadshuset

Das Rathaus war eines der größten Bauprojekte Schwedens im 20. Jahrhundert. Es wurde 1923 fertig gestellt und ist ein Wahrzeichen Stockholms. Architekt Ragnar Östberg konzipierte den Bau im national-romantischen Stil. Trotzdem sind sowohl Züge nordischer Gotik als auch Stilmittel der norditalienischen Schulen zu erkennen. Das Gebäude umfasst den Ratssaal und die 250 Büros der Stadtverwaltung. Die jährlichen Festlichkeiten anläßlich der Nobelpreisverleihung finden im Blauen Saal statt. Dieser ist aus handgefertigten dunklen Ziegeln gebaut. Sein name leitet sich von dem Plan ab, polierte blaue Ziegel zu verwenden. Im Ratssaal treffen sich die 101 Mitglieder der stockholmer Stadtverordnetenversammlung. Die Möbel sind zum Teil von Carl Malmsten.

Das Gebäude hat einen Turm der 106 Meter hoch ist. Die Spitze des Turmes krönen drei Kronen, Schwedens Wappensymbol. Ein weiterer Saal ist der Goldene Saal. Byzantinische Kunst inspirierte die Wandmosaiken aus 19 Mio. Blattgoldteilchen von Einar Forseth. Das Thema der Nordwand: Königin des Mälarsees. Auf den Stufen hinab zum Riddarfjärden stehen zwei Statuen von Carl Eldh: Dansen ist eine Frau, S°angen ( der Gesang ) ist männlich.


Dansen


Sangen

Drottningholmslott

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Hier wohnt das Königspaar von Schweden ( jedenfalls in einem Teil des Schlosses ). Ein Teil des Gartens darf öffentlich benutzt werden, der andere wird ausschließlich von der Königsfamilie benutzt. Auf dem Grundstück befindet sich auch eine kleine, private Kapelle, die ebenfalls von Besuchern ( wie auch von der Königsfamilie ) betreten werden darf. Ein Theater und ein chin. Pavillon befinden sich ebenfalls hier.


Drottningholm-Schloss

 

Ganz Drottningholm mit Schloß, Theater, Park und chinesischem Pavillon wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das königliche Schloß auf der Insel Lovön entstand in seiner heutigen Form gegen Ende des 17. Jh und ist eines der prächtigsten Bauwerke seiner Zeit. Der ganze Komplex von Schloss Drottningholm liegt am Mälarsee, inmitten vin Barock- und Rokokogärten sowie üppigen englischen Parklandschaften. Zum Schloss gehören das älteste noch bespielte Theater der Welt ( Slottsteatern ), das Theatermuseum und der elegante Chinesische Pavillon ( Kina Slott ). Im Sommer finden hier regelmäßig Veranstaltungen statt, Opern und Balette werden aufgeführt, und in der Kirche gibt es neben Messen auch viele Konzerte.

 

VASA-MUSEUM

Das Vasa Museum dessen Äußeres einem Schiff nachempfunden ist, wurde 1990 für das am 10. August 1628 auf seiner Jungfernfahrt noch im Stockholmer Hafen gesunkene Regalschiff Vasa errichtet. Dieses von Gustav II. Adolf in Auftrag gegebene Kriegsschiff ist ein Sinnbild des Größenwahns zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, denn es sank, weil das Schiff für die vielen Kanonen zu wenig Tiefgang hatte und von einer Böe zum Kentern gebracht wurde. 1961 wurde es geborgen. Die Hebung und Restauriereung dauerte fast 35 Jahre und gestaltete sich äußerst schwierig, da man das gesamte Schiff mitsamt seinen kunstvollen Verzierungen unter Wasser in alle Einzelteile zerlegen und konservieren mußte, um zu verhindern, daß es bei Kontakt mit Sauerstoff völlig zerfiel.

Im Jahre 1628 galt das Vasa als das mächtigste Schiff der Welt. Sie konnte 64 Kanonen, 300 Soldaten und insgesamt 450 Mann Besatzung an Bord nehmen.Die Vasa war sowohl für den traditionellen Nahkampf als auch für Artilleriegefechte ausgerüstet. Von ihrem hohen Heck aus hätte sie auf kleinere Schiffe herunter schießen können. Die Musketiere konnten auf Deck in Schießständen üben, und auf dem Oberdeck gab es Schutzschilde, die Musketenfeuer abhalten sollten. All das klingt beeindruckend, aber es ist ungewiß, wie man die Vasa eingesetzt hätte, wenn sie nicht gesunken wäre. Die wichtigste Aufgabe der schwedischen Marine war es damals, Waffen und Soldtane zu transportieren, die Schiffahrt zu schützen und Häfen zu blockieren. Man kann bezweifeln, ob die Vasa dafür geeignet war...

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Das Vasa -Schiff